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Andreas Schwarzenbach, Dr.phil. et lic.oec.HSG
Das duale
Fernsehsystem in der Schweiz
Eine medienökonomische Analyse
Umfang: 300 Seiten (br.)
Preis: Fr. 48.00 / € 30.70 (D)
ISBN-Nr.: 3-7253-0821-7
ISBN-13-Nr.: 978-3-7253-0821-7
Erscheinungsdatum: März 2006
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Zum Buch
Als Kleinstaat fällt es der Schweiz schwer, eine Medienpolitik zu fahren, in
der die eigene kulturelle Identität bewahrt wird ohne sich nach aussen zu verschliessen,
in der ein Mass an Grundversorgung erreicht wird, welche auch wirtschaftlich
abgelegene Regionen erschliesst, sowie eine Medienvielfalt in dem Masse
erlangt wird, dass die Meinungsfreiheit gewährt bleibt. Erschwerend kommt
hinzu, dass keine Sprachbarriere den Schweizer Medienmarkt „schützt“. Diese
Begebenheiten führten mit der Zeit dazu, dass heute rund zwei Drittel des
Schweizer Fernsehkonsums auf ausländische Programme entfallen, während nur
rund ein Drittel der Fernsehzeit schweizerischen Veranstaltern mit
schweizerischen Inhalten gewidmet wird. Die derzeit geltenden
Rahmenbedingungen haben zu einem Marktergebnis geführt, bei dem auf
lokaler/regionaler Ebene private Veranstalter auftreten und auf
sprachregionaler/nationaler Ebene eine starke SRG operiert, neben welcher
sich allerdings keine private schweizerische Alternative zu etablieren
vermochte.
Der Autor unterzieht den schweizerischen Fernsehmarkt einer umfassenden
Marktanalyse mit aktuellen Zahlen und Fakten und geht der Frage nach, warum
ein duales Fernsehsystem auf sprachregionaler Ebene bislang gescheitert ist
und wie sich die gegenwärtige Marktkonstellation insgesamt auf die Schweizer
Medienlandschaft auswirkt. Ergänzt wird diese medienökonomische Analyse durch
eine Befragung von 22 Experten
aus den wichtigsten Akteursgruppen des schweizerischen Fernsehsystems.
Aus den theoretischen und empirischen Erkenntnissen werden
Regulierungsoptionen abgeleitet, die geeignet sind, Formen des Markt- und
Regulierungsversagens im schweizerischen Fernsehsystem zu begegnen. Ihre
Umsetzung kann zu einem optimierten Marktergebnis und somit einer
verbesserten Erfüllung der Anforderungen an das Mediensystem führen.
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Der Autor
Dr. Andreas Schwarzenbach (geb. 1975) arbeitete nach seinem
Abschluss in Wirtschaftswissenschaften an der Universität St. Gallen (HSG)
im Jahr 2000 für eine international tätige Unternehmensberatungsfirma. Im
Rahmen eines akademischen „Leave of Absence“ verfasste er von 2003 bis 2004
seine Doktorarbeit am Institut für Publizistikwissenschaft und
Medienforschung der Universität Zürich (IPMZ) und war
nachher vorwiegend für Unternehmen aus den Bereichen Communications,
Media und Entertainment beratend tätig.
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Inhaltsverzeichnis
Einleitung
Theoretischer Untersuchungsrahmen
• Medienökonomie und
die Perspektive der Neoklassik
• Der Marktstruktur-Marktverhalten-Marktergebnis-Ansatz als analytischer
Bezugsrahmen
Medienökonomische Grundlagen
• Das Fernsehsystem
als Netzwerk ökonomischer Beziehungen
• Normative Anforderungen an das Mediensystem
• Besonderheiten medialer Güter und Marktversagen
Regulierung und Staatsversagen
• Nationalstaatliche
Regulierung: Das duale Rundfunksystem
• Staatsversagen im Ziel-, Kontroll- und Finanzierungssystem
• Fazit aus der Theorie
Analyse des Schweizer Fernsehmarktes
• Soziale,
wirtschaftliche, rechtliche Rahmenbedingungen
• Marktstruktur
• Marktverhalten
• Marktergebnis
• Fazit aus der Marktanalyse
Empirie – die Sicht der Fernsehexperten
• TV-System heute:
Leistungsfähigkeit und Kosten-/Nutzensituation
• Dualität: Gründe für fehlendes sprachregionales Privatfernsehen;
wirtschaftliche Tragbarkeit, Nutzen und Auswirkungen privater Konkurrenz
• Regulierungsoptionen – das neue RTVG
• Einnahmenseite: Entwicklung des Werbemarktes und anderer Ertragsquellen
• Ausgabenseite: Entwicklung der Produktionskosten von TV-Programmen
• Ausblick: Die Fernsehsituation in der Schweiz morgen
• Fazit aus den Experteninterviews
Schlussbetrachtung
•
Regulierungsoptionen
• Ausblick

© 2007 by A. Schwarzenbach
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Verzeichnis
der Gesprächspartner
Leitfadengeführte
Befragung von 22 Experten aus den Bereichen Politik, Verwaltung,
TV-Produktion, TV-Veranstaltung, TV-Distribution, TV-Konsumtion, Verleger, Werbung
und Arbeitnehmer
(Funktionsangabe zum Zeitpunkt der Interviews)
• Hans-Jürg Fehr
Nationalrat, Medienkommission SP
• Filippo Lombardi
Ständerat, Medienkommission CVP
• Dr. Pirmin
Schwander
Nationalrat, Medienkommission SVP
• Peter Weigelt
Nationalrat, Präsident Medienkommission FDP
• Dr. Martin
Dumermuth
Bundesamt für Kommunikation, Vizedirektor, Leiter Abteilung
Radio & Fernsehen
• Dr. Willi Egloff
Schweizerischer Verband der FilmproduzentInnen, Präsident
• Hannes Bichsel
B&B Endemol, Geschäftsführer
• Peter
Schellenberg
ehem. Fernsehdirektor SF DRS
• Josefa Haas
SRG SSR idée suisse, Leiterin Unternehmenskommunikation
• Jürg Wildberger
ehem. TV3, Geschäftsführer
• Dr. Roger
Schawinski
ehem. Tele24, Geschäftsführer
• Thomas Sadecky
U1 TV Station, Geschäftsführer
• Angela Sgura
Sat.1 (Schweiz) AG, Geschäftsführerin
• Asta Baumöller
Viva Schweiz, Geschäftsführerin
• Florenz Schaffner
TeleM1/TeleTell, Geschäftsführer; Leiter E-Medien
AZ-Mediengruppe, Mitglied UL
• Dr. Claudia
Bolla-Vincenz
Swisscable, Geschäftsführerin
• Heinz Müller
Medien-Forum – IG der Schweizer Medienkonsumenten, Präsident
• Dr. Andreas Meili
Tamedia, Mitglied der Unternehmensleitung, Bereich
„Elektronische Medien“
• Ueli Custer
IGEM – Interessengemeinschaft elektronische Medien,
Geschäftsführer
• Jürg Siegrist
SWA – Schweizer Werbe-Auftraggeberverband, Direktor
• Klaus Kappeler
Goldbach Media, Geschäftsführer
• Philipp Cueni
SSM – Schweizer Syndikat Medienschaffender, Sekretariat für
Medienpolitik
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